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<journal-title>Genealogy+Critique</journal-title>
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<issn pub-type="epub">2755-0923</issn>
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<publisher-name>Open Library of Humanities</publisher-name>
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<article-id pub-id-type="doi">10.16995/gc.9681</article-id>
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<subject>Review</subject>
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<article-title>Wie politisch ist die Akteur-Netzwerk-Theorie?</article-title>
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<surname>Ganahl</surname>
<given-names>Simon</given-names>
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<email>simon.ganahl@univie.ac.at</email>
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<aff id="aff-1"><label>1</label>German Studies &amp; Communication Science, University of Vienna, AT</aff>
<pub-date publication-format="electronic" date-type="pub" iso-8601-date="2022-11-16">
<day>16</day>
<month>11</month>
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<volume>8</volume>
<issue>1</issue>
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<copyright-statement>Copyright: &#x00A9; 2022 The Author(s)</copyright-statement>
<copyright-year>2022</copyright-year>
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<license-p>This is an open-access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC-BY 4.0), which permits unrestricted use, distribution, and reproduction in any medium, provided the original author and source are credited. See <uri xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/</uri>.</license-p>
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<abstract>
<p>On the occasion of Bruno Latour&#39;s death on October 9, 2022, this article deals with the political value of actor-network theory (ANT). It reviews current literature on the topic as well as a TV interview with Latour, which was produced in October 2021 and aired on the European public service channel <italic>Arte</italic> in May 2022. The text shows that Latour does not develop a political grand theory, but rather a political ethics based on post-structuralist approaches from the 1980s. By deepening our understanding of the everyday interplay between humans and things, ANT laid the methodological ground to build new concepts and institutions better suited to cope with the social and political issues raised by the ecological crisis.</p>
</abstract>
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<body>
<p>Philipp Sarasin ver&#246;ffentlichte am 16. Oktober 2022 in <italic>Geschichte der Gegenwart</italic> einen Nachruf auf den franz&#246;sischen Philosophen und Soziologen Bruno Latour, der eine Woche zuvor verstorben war. Der Artikel w&#252;rdigt die wissenssoziologischen Leistungen Latours, merkt aber auch kritisch an, dass der politische Wert der Akteur-Netzwerk-Theorie unklar sei: &#34;Wo soll man denn politisch ansetzen, wenn immer alles mit allem &#39;vernetzt&#39; ist und nicht nur jedes Bakterium, sondern auch alle Artefakte um uns herum &#39;handeln&#39;?&#34;, fragt Sarasin.<xref ref-type="fn" rid="n1">1</xref></p>
<p>Dieser Einwand ist nicht neu. Er wurde vor allem den vielen Latourianern unter den Vertreterinnen und Vertretern des Neuen Materialismus gemacht und l&#228;sst sich an den entsprechenden Debatten noch deutlicher fassen als an der Akteur-Netzwerk-Theorie selbst. Thomas Lemke demonstrierte zum Beispiel anhand von Jane Bennetts &#34;vitalem Materialismus&#34;, dass es nicht gen&#252;gt, die auf Menschen konzentrierten Verantwortlichkeiten zu kritisieren, sondern dar&#252;ber hinaus ein neuer, posthumaner Verantwortungsbegriff erforderlich w&#228;re. Letztlich f&#252;hre Bennetts Konzept einer &#34;Ding-Macht&#34; zur Abschaffung politischer Theorie, und zwar zugunsten einer diffusen &#34;ethischen Sensibilit&#228;t&#34;:</p>
<disp-quote>
<p>In attacking a humanist account of politics, Bennett not only exposes the limits of humanism but also gets rid of politics. Hence, rather than providing an &#34;alternative model of politics&#34; [&#8230;], vital materialism quite surprisingly results in an alternative to politics.<xref ref-type="fn" rid="n2">2</xref></p>
</disp-quote>
<p>Mit der von Sarasin wie von Lemke ins Feld gef&#252;hrten Frage der Verantwortung befasst sich auch Bernhard Waldenfels, der ausgehend von der Akteur-Netzwerk-Theorie &#252;ber die &#34;Mitwirkung der Dinge&#34; in der menschlichen Erfahrung reflektiert. Er hebt zu Recht hervor, dass die <italic>agency</italic>, die Handlungsf&#228;higkeit nicht-menschlicher Wesen im Grunde nichts Neues, sondern ein altes Thema der Ph&#228;nomenologie ist, etwa bei Martin Heidegger oder bei Maurice Merleau-Ponty. Waldenfels ist jedoch bem&#252;ht, das Kind nicht mit dem Bade auszusch&#252;tten, also nicht so zu tun, &#34;als seien Dinge Akteure oder Quasi-Subjekte&#34;. Vielmehr m&#252;sse klar bleiben, &#34;da&#223; Menschen <italic>sich</italic> auf nicht-menschliche Wesen und nicht etwa Dinge sich auf nicht-dingliche Wesen einlassen.&#34;<xref ref-type="fn" rid="n3">3</xref></p>
<p>So klar ist die Sache, empirisch gesehen, aber nicht. Waldenfels nennt selbst das Beispiel der Kampfdrohne, die bis zu einem gewissen Grad autonom entscheidet, wann und wo Raketen abgefeuert werden. &#196;hnliches gilt etwa f&#252;r selbstfahrende Autos, bei denen rechtlich wie philosophisch ebenfalls unklar ist, wer die Verantwortung f&#252;r deren Handeln tr&#228;gt. Die Forderung, sie m&#252;sse jedenfalls in menschlicher Hand bleiben, ist eine normative, keine deskriptive. Und hier setzt auch Latour an mit seiner Pr&#228;misse, wir m&#252;ssten die Netzwerke aus menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren, die unseren Alltag bestimmen, zun&#228;chst einmal pr&#228;zise beschreiben (und &#8211; so w&#252;rde ich hinzuf&#252;gen &#8211; visualisieren), um dann neue, angemessenere Begriffe und Institutionen entwickeln und aufbauen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Wie aber soll das m&#246;glich sein? Wie lassen sich unsere Gesellschaften so umorganisieren, dass sie besser mit den &#246;kologischen Problemen, die im Zentrum von Latours Denken der letzten Jahre stehen, umgehen k&#246;nnen? Um diese Frage dreht sich der Gro&#223;teil eines Fernsehinterviews, das der franz&#246;sische Journalist Nicolas Truong im Oktober 2021 mit Latour f&#252;hrte.<xref ref-type="fn" rid="n4">4</xref> Es erinnert sowohl vom Zeitpunkt her &#8211; im h&#246;heren Alter, vielleicht schon ahnend, dass nicht mehr sehr viel Zeit bleiben w&#252;rde &#8211; als auch in der Aufmachung an das <italic>Ab&#233;c&#233;daire</italic>, das Claire Parnet 1988/89 mit Gilles Deleuze produzierte, den Latour in dem Gespr&#228;ch &#252;brigens mehrfach erw&#228;hnt. Diese Bezugnahme ist nicht erstaunlich, immerhin betonte Latour wiederholt, dass er dessen Philosophie viel verdankt.<xref ref-type="fn" rid="n5">5</xref></p>
<p>Bemerkenswert ist hingegen, dass er in dem Interview ausdr&#252;cklich von der Notwendigkeit spricht, &#34;kollektive Dispositive&#34; aufzubauen. Das Wort <italic>dispositif</italic> geh&#246;rt zum franz&#246;sischen Vokabular und bedeutet ins Deutsche &#252;bersetzt ungef&#228;hr &#34;Anlage&#34;. Es ist allerdings nicht vorstellbar, dass Latour den Ausdruck nur alltagssprachlich gebraucht. Er wei&#223;, dass es ein philosophischer Begriff ist, der ma&#223;geblich von Michel Foucault gepr&#228;gt wurde, dass das Dispositiv also nicht irgendeine Anlage ist, sondern ein spezifischer Verkn&#252;pfungstyp diskursiver wie nicht-diskursiver, menschlicher wie nicht-menschlicher Bestandteile, und dass jedes Dispositiv ein soziales Problem l&#246;sen oder, anders gesagt, eine kollektive Anforderung beantworten soll.<xref ref-type="fn" rid="n6">6</xref> Latour will die &#246;kologische Frage, die er als das zentrale Problem unserer Zeit versteht, aber nicht von oben bzw. makrosoziologisch angehen, d.h. weder als allgemeine politische Theorie noch als eine Angelegenheit der gesellschaftlichen Eliten. Chancen zur Ver&#228;nderung sieht er vielmehr in zivilgesellschaftlichen Debatten, konkret in praktischen Workshops mit Menschen aus allen sozialen Feldern, die ausgehend von ihren individuellen Anliegen nach neuen Ausdrucks- und Existenzweisen suchen.</p>
<p>Bei diesem Ansatz, von den pers&#246;nlichen Problemen und Abh&#228;ngigkeiten auszugehen, handelt es sich tats&#228;chlich mehr um Ethik als um Politik. Ich m&#246;chte allerdings daran erinnern, dass der Umschwung von der allgemeinen politischen Theorie zur individuellen Ethik nicht auf die Akteur-Netzwerk-Theorie oder den Neuen Materialismus zur&#252;ckgeht, sondern sich bereits in den 1980er Jahren deutlich ank&#252;ndigte. In dem Artikel &#34;Was ist Aufkl&#228;rung?&#34;, den Foucault 1984 kurz vor seinem Tod als eine Art komprimiertes Verm&#228;chtnis publizierte, wollte er die Moderne als einen <italic>ethos</italic>, eine philosophische Haltung verstanden wissen, die aus dem historischen Bewusstsein heraus auf die Forderungen des Tages reagiert und neue, freiere Lebensformen entwickelt.<xref ref-type="fn" rid="n7">7</xref> Es ist das, was Deleuze im Vortrag &#34;Was ist ein Dispositiv?&#34; vier Jahre sp&#228;ter als &#34;Subjektivierungsprozesse&#34; bezeichnete, vom Individuellen ins Kollektive weisende Fluchtlinien, die Existenzweisen vorzeichnen.<xref ref-type="fn" rid="n8">8</xref></p>
<p>Im Jahr 1988, als Deleuze diesen Vortrag in Paris hielt, ver&#246;ffentlichte Donna Haraway ihren wichtigen Aufsatz &#252;ber &#34;situiertes Wissen&#34; und &#34;feministische Objektivit&#228;t&#34;. Darin setzt sie dem naturwissenschaftlichen &#34;Gottestrick&#34;, alles aus dem Nirgendwo sehen und sagen zu k&#246;nnen, &#34;partielles, lokalisierbares, kritisches Wissen&#34; entgegen, &#34;das die M&#246;glichkeit von Beziehungsgeflechten aufrechterh&#228;lt, in der Politik als Solidarit&#228;t und in der Erkenntnislehre als geteilte Konversationen bezeichnet.&#34;<xref ref-type="fn" rid="n9">9</xref> Es ging ihr also um konkrete, orientierte Sichtweisen, die sich zu multiperspektivischen Analysen verkn&#252;pfen sollen, und zwar als wissenschaftliche Debatten ebenso wie in Form sozialer Gemeinschaft. Der &#34;Gottestrick&#34; ist Haraway zufolge nicht nur in der Wissenschaft &#34;verboten&#34;, sondern auch in der politischen Theorie und Praxis.</p>
<p>Wie aber, um auf die oben gestellte Frage zur&#252;ckzukommen, l&#228;sst sich diese, sagen wir, &#34;politische Ethik&#34; in die Tat umsetzen? Latour hat dazu mehrere Versuche unternommen, Ausstellungen gestaltet und Theaterst&#252;cke inszeniert. Sein gro&#223;es (&#252;brigens vom European Research Council finanziertes) Existenzweisen-Projekt sollte nicht nur die Moderne systematisch neugestalten, sondern dieses Redesign &#252;ber eine Web-Plattform und in Arbeitsgruppen auch &#246;ffentlich zur Diskussion stellen.<xref ref-type="fn" rid="n10">10</xref> Auf welchen Wahrheitswerten gr&#252;nden jene Erfahrungsformen, die sich in modernen Gesellschaften ausbildeten, und wie k&#246;nnten deren Anspr&#252;che ad&#228;quater beantwortet werden? So lautete die Problemstellung, die Latour mit seinen Leserinnen und Lesern in einer Art kollektivem <italic>close reading</italic> verhandelte. Theoretisch und methodisch gesehen, war das Projekt durchaus ergiebig, indem das Konzept der Akteur-Netzwerke qualitativ erweitert und nach spezifischen, modernen Verkn&#252;pfungstypen &#8211; sprich Dispositiven &#8211; gefragt wurde. Empirisch war es aber eher entt&#228;uschend, denn Latours Beschreibung der einzelnen Existenzweisen blieb spekulativ und die digitale Kollaboration ohne wesentliche Auswirkungen auf den Masterplan des Autors.</p>
<p>Vielversprechend klingt allerdings die Initiative, die Nicolas Truong im vierten Teil seines Fernsehinterviews mit Latour anspricht: Die Workshops &#34;O&#249; atterrir&#34;, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgefordert wurden, ihre individuellen Abh&#228;ngigkeiten in Form von Beschwerdebriefen aufzuschreiben, konkret zu benennen, was ihnen wichtig ist, aufgrund der Klimakrise aber zu verschwinden droht.<xref ref-type="fn" rid="n11">11</xref> Diese Beschreibungen sollen, f&#252;hrt Latour aus, die eigene Situation vorstellbar machen und Auswege er&#246;ffnen. Das Ziel liegt nicht nur in der pers&#246;nlichen Lebensver&#228;nderung, sondern im Aufbau einer neuen politischen Repr&#228;sentation, sogenannten geosozialen Klassen, um den faktischen Zusammenhang von Menschen und Territorien aufzuzeigen.<xref ref-type="fn" rid="n12">12</xref></p>
<p>Ich verfolge mit einer Serie von Kursen und Workshops, die ich seit 2016 unter dem Titel &#34;Mapping Modern Media&#34; abhalte, eine &#228;hnliche Strategie.<xref ref-type="fn" rid="n13">13</xref> Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind dabei aufgefordert, allt&#228;gliche Medienerfahrungen multiperspektivisch zu beschreiben und zu visualisieren. Sie sollen sich au&#223;erdem fragen, welche Anforderungen diese Mediendispositive beantworten und wie eine alternative Antwort aussehen k&#246;nnte. Durch die wiederholte Durchf&#252;hrung werden Muster erkennbar, Infrastrukturen der Erfahrung, die sich historisch ausgebildet haben, heutigen Lebensweisen aber oft im Weg stehen. Bemerkenswert ist, dass ein h&#228;ufiger Alternativvorschlag der Kursteilnehmer*innen darin besteht, nichts zu tun. Dabei handelt es sich keineswegs um Bequemlichkeit, sondern um die zumeist gut begr&#252;ndete Einsicht, dass es in den betreffenden F&#228;llen sinnvoller w&#228;re, nicht auf den der Erfahrung zugrundeliegenden Antrieb zu reagieren. Bartleby l&#228;sst gr&#252;&#223;en.</p>
<p>Wie politisch also ist die Akteur-Netzwerk-Theorie? Sie verweigert sich konsequent dem unbeteiligten Blick von oben und entfaltet daher auch keine soziale Makroperspektive. Sie hat jedoch, aufbauend auf poststrukturalistischen Theorien und der ethnografischen Methodik, unser Verst&#228;ndnis f&#252;r das mikrosoziologische Zusammenspiel von Menschen und Dingen wesentlich vertieft und bietet so eine tragf&#228;hige intellektuelle Basis, um von unten, Schritt f&#252;r Schritt, neue Begriffe und Institutionen zu entwickeln, die unserer Gegenwart angemessener sind und uns vor allem besser f&#252;r eine Zukunft wappnen, der wir als modern denkende und handelnde Menschen wehrlos ausgeliefert sind. Die Akteur-Netzwerk-Theorie folgt, mit anderen Worten, keiner politischen Intention, sondern der wissenschaftlichen Neugier, liefert aber empirische Ergebnisse, die zum politischen Handeln zwingen. Das zeigt nicht zuletzt Bruno Latours Biografie.</p>
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<fn id="n1"><p>Philipp Sarasin, &#34;Menschen und Nichtmenschen: Zum Tod von Bruno Latour&#34;, <italic>Geschichte der Gegenwart</italic>, 16. Oktober <xref ref-type="bibr" rid="B11">2022</xref>, <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://geschichtedergegenwart.ch/menschen-und-nichtmenschen-zum-tod-von-bruno-latour/">https://geschichtedergegenwart.ch/menschen-und-nichtmenschen-zum-tod-von-bruno-latour/</ext-link>.</p></fn>
<fn id="n2"><p>Thomas Lemke, <italic>The Government of Things: Foucault and the New Materialisms</italic> (<xref ref-type="bibr" rid="B10">New York: New York University, 2021</xref>), 51&#8211;56.</p></fn>
<fn id="n3"><p>Bernhard Waldenfels, <italic>Sozialit&#228;t und Alterit&#228;t: Modi sozialer Erfahrung</italic> (<xref ref-type="bibr" rid="B12">Berlin: Suhrkamp, 2015</xref>), 236 u. 248.</p></fn>
<fn id="n4"><p>Camille De Chenay u. Nicolas Truong, &#34;Entretien avec Bruno Latour&#34; [2021], <italic>Arte</italic>, 30. Mai <xref ref-type="bibr" rid="B2">2022</xref>, <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://www.arte.tv/fr/videos/RC-022018/entretien-avec-bruno-latour/">https://www.arte.tv/fr/videos/RC-022018/entretien-avec-bruno-latour/</ext-link>.</p></fn>
<fn id="n5"><p>Vgl. etwa Thomas Hugh Crawford, &#34;An Interview with Bruno Latour&#34;, <italic>Configurations</italic> 1, Nr. 2 (<xref ref-type="bibr" rid="B1">1993</xref>): 262.</p></fn>
<fn id="n6"><p>Vgl. Michel Foucault, &#34;Das Spiel des Michel Foucault&#34;, &#252;bers. Hans-Dieter Gondek [frz. 1977], in <italic>Schriften in vier B&#228;nden: Dits et Ecrits</italic>, Bd. III: 1976&#8211;1979, hg. Daniel Defert u. Fran&#231;ois Ewald (Frankfurt a.M.: Suhrkamp, <xref ref-type="bibr" rid="B4">2003</xref> [frz. 1994]), 392&#8211;393.</p></fn>
<fn id="n7"><p>Vgl. Michel Foucault, &#34;Was ist Aufkl&#228;rung?&#34;, &#252;bers. Hans-Dieter Gondek [frz. 1984], in <italic>Schriften in vier B&#228;nden: Dits et Ecrits</italic>, Bd. IV: 1980&#8211;1988, hg. Daniel Defert u. Fran&#231;ois Ewald (Frankfurt a.M.: Suhrkamp, <xref ref-type="bibr" rid="B5">2005</xref> [frz. 1994], 687&#8211;707.</p></fn>
<fn id="n8"><p>Vgl. Gilles Deleuze, &#34;Was ist ein Dispositiv?&#34; [frz. 1989], in <italic>Schizophrenie und Gesellschaft: Texte und Gespr&#228;che von 1975 bis 1995</italic>, hg. Daniel Lapoujade, &#252;bers. Eva Moldenhauer (Frankfurt a.M.: Suhrkamp, <xref ref-type="bibr" rid="B3">2005</xref> [frz. 2003]), 322&#8211;331.</p></fn>
<fn id="n9"><p>Donna Haraway, &#34;Situated Knowledges: The Science Question in Feminism and the Privilege of Partial Perspective&#34;, <italic>Feminist Studies</italic> 14, Nr. 3 (<xref ref-type="bibr" rid="B7">1988</xref>): 584 [meine &#220;bers.].</p></fn>
<fn id="n10"><p>Vgl. Bruno Latour, <italic>Existenzweisen: Eine Anthropologie der Modernen</italic>, &#252;bers. Gustav Ro&#223;ler (Berlin: Suhrkamp, <xref ref-type="bibr" rid="B8">2014</xref> [frz. 2012]).</p></fn>
<fn id="n11"><p>Vgl. Camille De Chenay u. Nicolas Truong, &#34;Entretiens avec Bruno Latour 4: O&#249; atterrir?&#34; [2021], <italic>Arte</italic>, 30. Mai <xref ref-type="bibr" rid="B2">2022</xref>, <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://www.arte.tv/fr/videos/106738-004-A/entretiens-avec-bruno-latour-4/">https://www.arte.tv/fr/videos/106738-004-A/entretiens-avec-bruno-latour-4/</ext-link>.</p></fn>
<fn id="n12"><p>Vgl. Bruno Latour, <italic>Das terrestrische Manifest</italic>, &#252;bers. Bernd Schwibs (<xref ref-type="bibr" rid="B9">Berlin: Suhrkamp, 2018 [frz. 2017]</xref>).</p></fn>
<fn id="n13"><p>Vgl. Simon Ganahl, <italic>Campus Medius: Digital Mapping in Cultural and Media Studies</italic> (<xref ref-type="bibr" rid="B6">Bielefeld: transcript, 2022</xref>), 44&#8211;52, <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://doi.org/10.14361/9783839456019">https://doi.org/10.14361/9783839456019</ext-link>.</p></fn>
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<title>Danksagungen</title>
<p>Ich bedanke mich bei Mathias Sch&#246;nher f&#252;r den Hinweis auf das <italic>Ab&#233;c&#233;daire</italic>, das Claire Parnet 1988/89 mit Gilles Deleuze produzierte, und bei Anna Wieder und Sergej Seitz f&#252;r ihre genauen Lekt&#252;ren und hilfreichen Kommentare, die den Artikel wesentlich verbesserten.</p>
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<title>Bibliografie</title>
<ref id="B1"><label>1</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Crawford</surname>, <given-names>Thomas Hugh</given-names></string-name>. <article-title>&#34;An Interview with Bruno Latour.&#34;</article-title> <source>Configurations</source> <volume>1</volume>, Nr. <issue>2</issue> (<year>1993</year>): <fpage>247</fpage>&#8211;<lpage>268</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1353/con.1993.0012</pub-id></mixed-citation></ref>
<ref id="B2"><label>2</label><mixed-citation publication-type="webpage"><string-name><surname>De Chenay</surname>, <given-names>Camille u</given-names></string-name>. <string-name><given-names>Nicolas</given-names> <surname>Truong</surname></string-name>. <article-title>&#34;Entretien avec Bruno Latour&#34; [2021]</article-title>. <source>Arte</source>, <day>30</day>. <month>Mai</month> <year>2022</year>. <uri>https://www.arte.tv/fr/videos/RC-022018/entretien-avec-bruno-latour/</uri></mixed-citation></ref>
<ref id="B3"><label>3</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Deleuze</surname>, <given-names>Gilles</given-names></string-name>. <chapter-title>&#34;Was ist ein Dispositiv?&#34; [frz. 1989]</chapter-title>. In <source>Schizophrenie und Gesellschaft: Texte und Gespr&#228;che von 1975 bis 1995</source>, hg. <string-name><surname>Daniel Lapoujade</surname>, <given-names>&#252;bers</given-names></string-name>. <string-name><given-names>Eva</given-names> <surname>Moldenhauer</surname></string-name>, <fpage>322</fpage>&#8211;<lpage>331</lpage>. <publisher-loc>Frankfurt a.M.</publisher-loc>: <publisher-name>Suhrkamp</publisher-name>, <year>2005</year> [frz. 2003].</mixed-citation></ref>
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